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Ein Lebkuchenhaus erklärt den Advent mit einem einzigen Blick. Würziger Teig, bunter Zuckerschnee und viele kleine Süßigkeiten verwandeln ein paar einfache Bauteile in ein märchenhaftes Projekt, das im Wohnzimmer entsteht. Gemeinsam gebaut – mit Kindern, Freunden oder der ganzen Familie – wird es zu einem Ritual, das den Dezember besonders macht. Das Ergebnis hält, bis irgendwann der Appetit gewinnt.
Wer ein Lebkuchenhaus bauen möchte, findet in der Adventszeit zahlreiche Fertigbausätze mit zugeschnittenen Platten und Anleitung. Ideal für alle, die sich aufs Dekorieren freuen oder kleinen Kindern ein Erfolgserlebnis ohne großen Aufwand ermöglichen möchten.
Wer lieber frei gestaltet, entscheidet sich für die handwerkliche Variante: das komplett selbst gebackene Haus. Der Duft von Honig, Butter und Gewürzen macht das Backen zu einem Erlebnis – und das Ergebnis wird besonders individuell.
250 g Honig
150 g Butter
250 g brauner Zucker
200 g gemahlene Mandeln
400 g Mehl
1 TL Zimt
2 TL Lebkuchengewürz
1 EL Kakao
1 Ei
500 g Puderzucker
2 Eiweiß
Für selbst gebackene Platten braucht es Geduld: Der Teig ruht eine Nacht und die gebackenen Platten müssen mehrere Stunden auskühlen. So bleiben sie stabil und gut verarbeitbar – schließlich braucht ein Bauprojekt eine solide Grundlage.
Teig herstellen und ruhen lassen: Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, abdecken und über Nacht kühl stellen.
Bauteile formen: Wände, Dach, Giebel und Fundament ausschneiden; aus Resten kleine Tannen oder Zäune gestalten.
Backen: Bauteile kurz kühlen, bei 180 °C etwa 20–30 Minuten backen und anschließend vollständig auskühlen lassen.
Der Zuckerguss dient als Mörtel. Puderzucker und Eiweiß zu einer dicken Masse schlagen und in einen Spritzbeutel füllen.
Wände setzen: Die vier Wände auf die Fundamentplatte stellen und mit Zuckerguss fixieren. Kurz festhalten, bis der Guss anzieht.
Stabilität schaffen: 30–60 Minuten trocknen lassen, bevor Dach oder andere Teile folgen.
Dach und Details: Dachflächen vorsichtig fixieren; Türmchen, Schornsteine oder kleine Zäune ergänzen.
Jetzt beginnt der kreative Moment:
Schokolinsen für bunte Dachziegel
Bonbons oder Gummibärchen für Verzierungen
Zuckerstangen als Zaun
Mini-Kekse für Struktur
Mit Puderzucker oder Kokosflocken lässt sich Schnee simulieren – ein Detail mit großer Wirkung. Jedes Lebkuchenhaus wird einzigartig.
Bei kühler Lagerung bleibt ein dekoriertes Lebkuchenhaus bis zu vier Wochen haltbar. Ob es so lange bestehen bleibt, ist eine andere Frage – meist verschwinden kleine Teile ganz unauffällig im Dezember.
Ob mit Bausatz oder selbst gebacken: Ein Lebkuchenhaus ist ein gemeinsames Projekt voller Kreativität, Lachen und Weihnachtsduft. Am Ende steht ein kleines Kunstwerk, das den Advent warm und zauberhaft macht.