Dezember 20, 2024 2 min lesen.
Die Simona AG in Kirn blickt auf ein herausforderndes Jahr 2024 zurück, geprägt von globalen Unsicherheiten, gestiegenen Energiekosten und regulatorischen Hürden. Doch CEO Matthias Schönberg bleibt zuversichtlich und setzt auf Innovationskraft, Nachhaltigkeit und den starken Mittelstand. Im Gespräch mit Evangelos Botinos erklärt er, wie Simona die Herausforderungen meistert und warum Bürokratieabbau für die Zukunft entscheidend ist.
Evangelos Botinos: Herr Schönberg, das Jahr 2024 war von vielen wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt. Wie hat sich Simona in diesem Umfeld behauptet?
Matthias Schönberg: Es war definitiv ein anspruchsvolles Jahr für uns. Die gestiegenen Energiekosten, geopolitische Spannungen und eine spürbare Zurückhaltung der Märkte haben die Lage erschwert. Dennoch konnten wir durch eine gezielte Diversifikationsstrategie und klare Innovationsschwerpunkte Stabilität gewährleisten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dabei Großartiges geleistet.
Evangelos Botinos: Was waren die größten Herausforderungen, mit denen Sie zu kämpfen hatten?
Matthias Schönberg: Vor allem die Kombination aus Fachkräftemangel und Bürokratie setzt uns zu. Die regulatorischen Anforderungen steigen stetig, und das hemmt viele Unternehmen, neue Projekte schnell umzusetzen. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass wir als Unternehmen innovative Lösungen entwickeln müssen, um den Marktanforderungen gerecht zu werden.
Evangelos Botinos: Wie sieht Ihre Strategie aus, um auch 2025 wettbewerbsfähig zu bleiben?
Matthias Schönberg: Der Schlüssel liegt in der Innovationskraft und Nachhaltigkeit. Wir setzen verstärkt auf technische Weiterentwicklung, um unsere Produkte zukunftsfähig zu gestalten. Nachhaltigkeit steht dabei im Zentrum. Durch energieeffiziente Prozesse und den Einsatz umweltschonender Materialien wollen wir unseren CO₂-Fußabdruck weiter reduzieren.
Evangelos Botinos: Welche Rolle spielt der Mittelstand in der aktuellen wirtschaftlichen Situation?
Matthias Schönberg: Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft, gerade in unserer Region. Mittelständische Unternehmen wie Simona haben immer wieder gezeigt, wie resilient und anpassungsfähig sie sind. Was wir jedoch dringend benötigen, sind Rahmenbedingungen, die Innovation und Wachstum unterstützen, statt sie zu behindern.
Evangelos Botinos: Was wünschen Sie sich konkret für das Jahr 2025?
Matthias Schönberg: Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, die Bürokratie abzubauen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Es braucht ein Umfeld, das Investitionen fördert und uns Raum für Fortschritt gibt. Gleichzeitig müssen wir uns alle stärker darauf konzentrieren, junge Talente für technische Berufe zu gewinnen.
Evangelos Botinos: Abschließend: Was stimmt Sie zuversichtlich für die Zukunft?
Matthias Schönberg: Unsere Innovationskraft und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie stark der Mittelstand ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir durch Resilienz, Mut und neue Technologien auch die Herausforderungen von 2025 erfolgreich meistern werden.
Redakteurin
Anika Tilemann, diplomierte Volkswirtin mit langjähriger Vertriebserfahrung, schreibt als Redakteurin der WIRTSCHAFT über Märkte, lokale Unternehmen und aktuelle wirtschaftspolitische Themen.
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