Gewürze setzen pikante Akzente

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Gewürze setzen pikante Akzente

Foto: Lara Lindermann

Essbare Stadt Andernach verbindet Pikantes mit Nachhaltigkeit und Biodiversität

Riechen, schmecken, ernten und erleben: Seit 15 Jahren verwandelt die Essbare Stadt Andernach die Innenstadt in einen öffentlichen Naschgarten, und was 2010 mit 101 Tomatensorten startete, hat sich mittlerweile zu einem Urban-Gardening-Projekt der besonderen Art entwickelt, dass nicht zuletzt auf Nachhaltigkeit setzt. Und pünktlich zum runden Geburtstag geht es in Andernach pikant zu, denn seit Ende Mai wachsen im „Labyrinth der Sinne“ am Helmwartsturm auf 120 Quadratmetern Gewürzpflanzen aller Art.

Fest steht: In einer Welt, in der gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit immer wichtiger werden, setzt die Essbare Stadt Andernach ein Zeichen für Nachhaltigkeit, Biodiversität und urbane Landwirtschaft. Dabei ist die Essbare Stadt bekannt für ihre innovativen Ansätze zur nachhaltigen Nutzung von städtischen Grünflächen – und das zeigt sich auch in diesem Jahr, wenn es heißt: Andernach pikant. Das kreative Thema spiegelt die Vielfalt und den positiven Einfluss von Gewürzen auf die Gesundheit und Umwelt wider.

Gewürze machen das Essen zum Genuss, und ihre Vielfalt ist groß: Neben Küchenkräutern, Paprika oder Chili zählen auch Bärlauch, Anis, Nelke, Ingwer oder Kurkuma sowie viele weitere dazu. Es gibt zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten, und für jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei. Neben der geschmacklichen Verfeinerung sind in vielen Gewürzen auch gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten. Viele dieser gesunden Gewürze wachsen aktuell in Andernach und machen die Stadt noch ein wenig bunter, denn Gewürze sind die Farben und Aromen, die die Ernährung lebendig machen. Indem die Stadt Gewürze anbaut, fördert sie aber nicht nur die Nachhaltigkeit und Biodiversität, sondern trägt auch dazu bei, dass die Bürger sich dieses wichtigen Bestandteils in der Ernährung bewusst werden.

Angesichts ihrer vielfältigen Rolle in der Ernährung – von der Bereitstellung von Geschmack und Gerüchen bis hin zur Unterstützung von gesunden, pflanzlichen Alternativen – sollen Gewürze und ihre Vielfalt mehr gewürdigt und in den Fokus gerückt werden. Neben ihrer geschmacklichen Bereicherung von Gerichten und den zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen, die zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung beitragen, sind Gewürze auch aus ökologischer Sicht gewinnbringend. Viele Gewürzpflanzen spielen nämlich eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Landwirtschaft, da sie oft in Mischkulturen angebaut werden und somit die Biodiversität fördern. Ihre Fähigkeit, Schädlinge abzuwehren und das Wachstum anderer Pflanzen zu unterstützen, trägt zur Gesundheit des Bodens und zur Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Praktiken bei.

Vor diesem Hintergrund ist die Essbare Stadt Andernach ein gutes Beispiel dafür, wie durch nachhaltige Praktiken und gemeinschaftliches Engagement die Lebensqualität verbessert werden kann. Dieses Jahr wird den Besuchern Andernachs somit nicht nur die Vielfalt der Aromen näher gebracht, sondern auch das Bewusstsein für eine gesunde und nachhaltige Lebensweise gestärkt.

Und das nachhaltige Großprojekt soll auch inspirieren. Denn alle Bürger sind eingeladen, sich zu beteiligen und selbst Gewürze anzupflanzen. Ob im Hochbeet, im Pflanzkasten oder auf dem Balkon – jeder kann einen Beitrag zur Essbaren Stadt leisten und die Vielfalt der Gewürze kennenlernen. Regine Siedlaczek