September 15, 2026 8 min lesen.
Gesundheit
Die Bundesregierung plant eine Steuer auf zuckergesüßte Getränke. Befürworter erhoffen sich davon weniger Übergewicht und Diabetes sowie große Einsparungen im Gesundheitssystem, während Gegner vor zusätzlichen Belastungen des Mittelstands warnen. Die WIRTSCHAFT hat bei regionalen Akteuren nachgefragt, welche Verantwortung Politik, Hersteller und Verbraucher tragen.
Gute Ernährung ist nicht nur eine Frage des persönlichen Lebensstils. Sie berührt Gesundheitspolitik ebenso wie Wirtschaft und Gesellschaft. Was auf dem Teller oder im Glas landet, wird durch Angebot, Preis, Werbung und die Zusammensetzung von Lebensmitteln beeinflusst. Entsprechend kontrovers wird die Frage diskutiert, ob der Staat stärker eingreifen sollte. Ein Instrument, das dabei seit Jahren im Gespräch ist, wird nun tatsächlich Realität: eine Zuckersteuer auf Getränke.
Bislang setzt Deutschland vor allem auf Aufklärung und freiwillige Vereinbarungen mit der Lebensmittelwirtschaft. Andere Länder sind bereits weiter (siehe Infokasten). In Großbritannien etwa hat eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke spürbare Erfolge gebracht. In Deutschland soll nun eine entsprechende Regelung für Softdrinks ab 2028 − möglicherweise bereits zum 1. Januar 2027 − eingeführt werden. Die Abgabe soll gestaffelt zwischen 32 und 36 Cent je Liter betragen, je nach Zuckergehalt. Getränke mit weniger als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter bleiben steuerfrei. Feste Süßwaren wie Schokolade oder Gummibärchen wären zunächst nicht betroffen, obwohl Mediziner und Verbraucherschützer auch hier eine Besteuerung fordern, um Übergewicht und Diabetes zu senken.
Für die gesetzlichen Krankenkassen ist eine solche Abgabe vor allem ein Instrument der Prävention. Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, verweist auf den hohen Zuckerkonsum in Deutschland: „Jeder Deutsche verzehrt täglich mehr als das Doppelte der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Zuckermenge.“ Eine Zuckersteuer könne aus ihrer Sicht dazu beitragen, langfristig Adipositas, Typ-2-Diabetes und weitere nicht übertragbare Erkrankungen zu reduzieren. „Ein erhöhter Zuckerkonsum ist nachweislich eine Gefahr für die Gesundheit und verursacht enorme Kosten im Gesundheitssystem – Tendenz steigend.“
Niemeyer sieht dabei nicht allein die Verbraucher in der Pflicht. „Um diesem Problem auf Dauer zu begegnen, müssen sich alle Akteure endlich an einen Tisch setzen. Wir brauchen ein breites Bündnis aus Wissenschaft, Industrie und Gesundheitspolitik zur Reduktion des Zuckerkonsums.“ Gleichzeitig müsse die Voraussetzung dafür geschaffen werden, dass Verbraucher informierte Entscheidungen treffen können. „Wenn wir Konsumentensouveränität wollen, muss das geändert werden. Ein erster und längst überfälliger Schritt wäre eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung, die bisher immer wieder am Widerstand der Zuckerlobby gescheitert ist.“
"Ein erhöhter Zuckerkonsum ist nachweislich eine Gefahr für die Gesundheit und verursacht enorme Kosten im Gesundheitssystem – Tendenz steigend." Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
Aus Sicht der AOK gehören zu einem solchen Maßnahmenpaket außerdem eine stärkere Reduktion des Zuckergehalts in Produkten sowie Einschränkungen bei der Werbung für besonders kalorienreiche Lebensmittel, insbesondere gegenüber Kindern. Niemeyer nennt ausdrücklich „die mit der Lebensmittelindustrie vereinbarte Zuckerreduktion in Softdrinks und vermeintlich gesunden Müslis sowie ein Werbeverbot für kalorienreiche Lebensmittel im Kinderfernsehen“. Neben der Einführung einer Zuckersteuer bleibe die Aufklärung der Bevölkerung der beste Weg, um einen angemessenen Umgang mit Zucker zu fördern.
Dass Prävention nicht bei der individuellen Ernährung beginnen und enden kann, betont die AOK auch mit Blick auf soziale Unterschiede. Gerade Menschen, die aufgrund sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Belastungen ein erhöhtes Risiko für ernährungsabhängige Erkrankungen haben, würden entsprechende Angebote häufig nicht wahrnehmen. „Vor diesem Hintergrund sollte die lebensweltbezogene Gesundheitsförderung deutlich stärker finanziell unterstützt werden und alle Akteure einen Beitrag leisten“, sagt Niemeyer. Die AOK investierte nach ihren Angaben 2025 rund 11,5 Millionen Euro in Gesundheitsförderung und Prävention.
Auch die DAK-Gesundheit sieht politischen Handlungsbedarf. Rainer Lange, Leiter der Landesvertretung Rheinland-Pfalz der DAK-Gesundheit in Mainz, verweist auf erschreckende Zahlen: „Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die sich mit einer Adipositas-Diagnose in ärztlicher Behandlung befinden, ist auch nach der Covid-Pandemie anhaltend hoch.“ 2023 wiesen laut DAK 4,6 Prozent der fünf- bis 17-jährigen DAK-Versicherten eine Adipositas-Diagnose auf. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung entspreche dies knapp 470 000 Betroffenen in dieser Altersgruppe.
Dabei spielt auch nach Einschätzung der DAK das soziale Umfeld eine Rolle. Die Prävalenz bei Kindern und Jugendlichen mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund sei rund 36 Prozent höher als bei Kindern aus Familien mit hohem sozioökonomischem Hintergrund. Für Lange steht deshalb fest: „Wir brauchen wirksame Maßnahmen zum Schutz unserer Kinder.“
"Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die sich mit einer Adipositas-Diagnose in ärztlicher Behandlung befinden, ist auch nach der Covid-Pandemie anhaltend hoch." Rainer Lange, Leiter der Landesvertretung Rheinland-Pfalz der DAK-Gesundheit in Mainz
Die Lebensmittelindustrie betrachtet das Thema naturgemäß aus einer anderen Perspektive. Dr. Anja Ibach, Leiterin Nachhaltigkeit und strategische Projekte bei Griesson - de Beukelaer in Polch, verweist darauf, dass das Unternehmen die gesellschaftliche und politische Diskussion aufmerksam verfolge. „Wir produzieren Genussprodukte, mit denen wir den Menschen eine kleine Freude bereiten wollen.“ Für jede Rezeptur, die entwickelt oder angepasst werde, gälten hohe Qualitätsansprüche. „Die Reduktion von Zucker zählt zum Beispiel zu den anspruchsvollsten Herausforderungen in der Produktentwicklung, da Zucker weit mehr als nur Süße liefert und maßgeblich Geschmack, Textur, Bräunung und Volumen beeinflusst“, erklärt Ibach. Das Unternehmen habe bei vielen Produkten den Zuckergehalt bereits reduziert und die Möglichkeiten herkömmlicher Zutaten wie Stärke oder Mehl in den Rezepturen weitgehend ausgeschöpft. Gleichzeitig würden Zuckeraustauschstoffe geprüft – insbesondere mit Blick auf Geschmack und Backeigenschaften. Auch das Sortiment werde um pflanzenbasierte und ballaststoffreichere Produkte erweitert.

Deutlich zurückhaltender fielen die Antworten von Haribo und Haus Rabenhorst aus. Die konkreten Fragen zu möglichen Folgen, zur Bewertung der politischen Maßnahme und zu eigenen Strategien blieben weitgehend unbeantwortet. Die Haribo GmbH & Co. KG aus Grafschaft ließ über einen Sprecher lediglich mitteilen: „Die Debatte zur Besteuerung zuckergesüßter Getränke betrifft unser Unternehmen nicht.“ Auf konkrete Nachfragen zum eigenen Zuckereinsatz oder zur Position gegenüber der geplanten Steuer ging das Unternehmen nicht ein und verwies stattdessen allgemein auf sein Selbstverständnis: „Haribo steht seit über einem Jahrhundert für kleine Momente der Freude. Wir sind davon überzeugt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ein Recht auf transparente Informationen haben, damit sie bewusste Kaufentscheidungen für sich und ihre Familien treffen können. Unsere Produkte sind keine Grundnahrungsmittel und werden von den Verbraucherinnen und Verbrauchern auch nicht als solche angesehen.“ Auch Marc Büker, Geschäftsführer der Haus Rabenhorst O. Lauffs GmbH & Co. KG aus Unkel, wich einer klaren Positionierung aus: „Bei der aktuellen Zuckersteuerdiskussion sind noch Fragen offen. Haus Rabenhorst wäre nach aktueller Einschätzung kaum betroffen.“ Statt einer eigenen Bewertung verwies Büker als Mitglied des Verbandes der deutschen Fruchtsaftindustrie lediglich auf dessen Stellungnahme. Der Branchenverband positioniert sich dagegen klar. Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, der Verband Deutscher Mineralbrunnen, der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie, der Deutsche Brauerbund und der Verband Private Brauereien Deutschland wenden sich vor allem gegen eine kurzfristige Einführung der Zuckersteuer. Sie bezeichnen die Pläne als „Affront gegen den Mittelstand“ und warnen davor, zahlreiche ohnehin unter Druck stehende Betriebe vor praktisch unlösbare Herausforderungen zu stellen. Bereits mehr als 300 Unternehmen der Getränkewirtschaft hatten sich zuvor in einem gemeinsamen offenen Brief gegen die Einführung ausgesprochen.
Damit prallen zwei Sichtweisen aufeinander: Auf der einen Seite steht die Erwartung, durch politische Steuerungsinstrumente den Zuckerkonsum zu senken und langfristig Krankheiten sowie Kosten im Gesundheitssystem zu vermeiden. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die auf Rezeptur, Produktion, Preise und Wettbewerbsfähigkeit blicken und vor zusätzlichen Belastungen warnen. Einig sind sich wohl alle Beteiligten, dass eine Zuckersteuer allein nicht das Ernährungsverhalten der Bevölkerung maßgeblich verändern wird. Auch die Krankenkassen sehen sie nur als einen Baustein in einem größeren Maßnahmenpaket. Aufklärung, verständliche Kennzeichnung, Einschränkungen bei der Kinderwerbung und niedrigschwellige Präventionsangebote gehören aus ihrer Sicht ebenso dazu.
Bleibt die Frage, wie viel Verantwortung beim Einzelnen liegen kann und wo politische Regulierung beginnen sollte. Soll der Staat stärker beeinflussen, was Menschen konsumieren oder reichen Information, Eigenverantwortung und freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft aus?
Interview mit Staatssekretär Michael Mätzig
Gute Ernährung gilt als wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Ist sie aus Ihrer Sicht inzwischen auch eine staatliche Aufgabe oder bleibt sie in erster Linie Privatsache?
Eine gesundheitsförderliche Ernährung ist primär eine Angelegenheit der individuellen Verantwortung. Welche Lebensmittel Menschen essen und trinken, entscheiden sie grundsätzlich selbst und eigenverantwortlich. Gleichzeitig ist es eine gesellschaftspolitische Aufgabe, Informationen zur Verfügung zu stellen, welche eine gesundheitsförderliche Entscheidung jedes Einzelnen erleichtern, ohne die persönliche Entscheidungsfreiheit einzuschränken. Fehlernährung entsteht in der Regel durch das Zusammenspiel individuellen Ernährungsverhaltens und mangelnder Aufklärung.
Viele Menschen wissen, was gesund wäre, greifen im Alltag aber trotzdem zu stark verarbeiteten Lebensmitteln. Liegt das vor allem an mangelnder Aufklärung oder an den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen?
Fehlernährung entsteht in der Regel durch das Zusammenspiel individuellen Ernährungsverhaltens und mangelnder Aufklärung. Eine wirksame Ernährungs- und Gesundheitspolitik muss daher beide Ebenen in den Blick nehmen. Unser Ernährungsverhalten wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Neben Wissen spielen Alltagsbedingungen, Zeitressourcen sowie soziale und psychologische Aspekte eine wichtige Rolle. Erfolgreiche Prävention setzt deshalb auf einen ganzheitlichen Ansatz: Sie stärkt die Ernährungskompetenz der Menschen und die Informationsgrundlage, die gesundheitsförderliche Entscheidungen im Alltag erleichtern.
Welche Rolle spielen Einkommen, Bildungsniveau und das Lebensmittelangebot für die Ernährungsgewohnheiten?
Alle Genannten zählen zu den wesentlichen Einflussfaktoren für unser Ernährungsverhalten. Sie können gesundheitsförderliche Entscheidungen erleichtern oder erschweren. Neben individuellen Vorlieben prägen insbesondere finanzielle Möglichkeiten (Einkommen), Bildung, Zeitressourcen sowie Preis-, Angebots- und Werbestrukturen die Ernährung im Alltag. Deshalb muss man stets auch die Lebenssituationen und -umstände der Menschen berücksichtigen beziehungsweise im Blick haben.
Die Zuckersteuer wird divers diskutiert. Halten Sie sie aus ernährungswissenschaftlicher Sicht für ein sinnvolles Instrument oder setzen Sie stärker auf Information und Eigenverantwortung?
Die persönlich richtige Entscheidung kann dann getroffen werden, wenn die Informationsgrundlage breit ist und die Erkenntnis einer gesunden Ernährung sich in den Köpfen der Konsumenten verfestigt hat. Maßnahmen wie eine Zuckersteuer verfolgen einerseits fiskalische Interessen und versuchen andererseits, individuelles Handeln zu lenken. Dabei sind jedoch auch gesamtwirtschaftliche Auswirkungen zu berücksichtigen. Fakt ist: Eine Zuckersteuer allein wird das Ernährungsverhalten nicht grundlegend verändern, da ein Preisanstieg nicht mit einem klaren Erkenntnisgewinn über die Zusammensetzung von Produkten verbunden ist.
Welche politischen Maßnahmen hätten aus Ihrer Sicht den größten Effekt, um Übergewicht und ernährungsbedingte Erkrankungen langfristig zu reduzieren?
Ein Angebot aus zielgruppenspezifischen verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen, die frühzeitig ansetzen, können den größten langfristigen Effekt erzielen. Ziel ist es, Menschen auf dem Weg zu einem gesunden Körpergewicht und mehr Lebensqualität zu unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung gesundheitsförderlicher Ernährungsumgebungen in Kitas und Schulen. Kinder und Jugendliche sollen dort gesundes Ernährungsverhalten im Alltag erlernen.
Was müsste sich ändern, damit gesunde Ernährung für alle Menschen – unabhängig vom Einkommen – tatsächlich die einfachere Wahl wird?
Dafür braucht es ein Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen. Entscheidend sind vor allem eine frühzeitige Ernährungsbildung, zielgerichtete gesundheitsbezogene Aufklärung sowie die Schaffung eines Umfelds, das gesundheitsförderliche Entscheidungen erleichtert und insbesondere Kinder und Jugendliche besser vor der Vermarktung unausgewogener Produkte schützt. In Rheinland-Pfalz setzen wir deshalb bereits im Kindesalter an. Mit Maßnahmen für eine qualitätsgesicherte Kita- und Schulverpflegung in Verbindung mit Ernährungsbildung unterstützen wir Bildungseinrichtungen dabei, Kindern früh eine Wertschätzung für Lebensmittel und gesunde Ernährung zu vermitteln.
Forsa befragte zwischen dem 3. und 5. Februar 2026 insgesamt 1003 Erwachsene in Deutschland. 60 Prozent von ihnen befürworteten eine gestaffelte Abgabe für die Hersteller sehr zuckerhaltiger Süßgetränke; 73 Prozent stimmten der Aussage zu, dass die Politik Maßnahmen ergreifen soll, damit die Lebensmittelindustrie den Zuckergehalt in ihren Getränken reduziert.
Nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben inzwischen mehr als 100 Länder nationale Abgaben auf mindestens eine Art von zuckergesüßtem Getränk eingeführt. Vorreiter sind Großbritannien, Irland und Estland (seit 2018) sowie Frankreich und Portugal, seit 2021 gibt es eine solche Steuer auch in Spanien und Polen.
Besonders wirksam erscheinen Steuermodelle mit gestaffelten Sätzen, die Hersteller zu zuckerärmeren Rezepturen bewegen. Folge: In Großbritannien etwa sank der Zuckergehalt in süßen Getränken bis 2021 im Schnitt um 29 Prozent. Hier zeigt die Zuckersteuer auf gesüßte Getränke seit sechs Jahren Wirkung. Nach Einführung der „Soft Drinks Industry Levy“ ging unter anderem die Adipositasprävalenz bei Mädchen zurück.
In Deutschland unterliegen Süßigkeiten wie Schokolade, Gummibärchen und Chips grundsätzlich dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Dies liegt daran, dass sie rechtlich als Lebensmittel eingestuft werden, auch wenn sie nicht zum klassischen Grundbedarf zählen.
Chefredakteurin
Gudrun Katharina Heurich ist seit 2020 als freie Autorin für die WIRTSCHAFT tätig und übernahm 2023 die Chefredaktion. Die gelernte Redakteurin verantwortet die publizistischen und organisatorischen Redaktionsabläufe und verfasst diverse Artikel zu Wirtschaftsthemen.
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