Braucht Deutschland ein neues Geschäftsmodell?

April 24, 2026 8 min lesen.

Braucht Deutschland ein neues Geschäftsmodell?

Umbruch
Deutschland befindet sich nicht in einer konjunkturellen Schwä-chephase, sondern in einer hand-festen strukturellen Krise. Wie stellen sich Unternehmen auf die Herausforderungen ein seien es eine andauernde Exportschwäche, stärker werdende Wettbewerber in der Welt, fragile Lieferketten, geopolitisch bedingte Energie-preisschocks und eine eher zau-dernde deutsche Politik?

Wirtschaftswunder und Exportwelt-meister. Über viele Jahrzehnte wurde die deutsche Wirtschafts-leistung in hohen Tönen gelobt. Deutschland ist immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach den USA die zweit-stärkste innerhalb der G7-Gruppe. Aber was das Wirtschaftswachstum angeht, trägt Deutschland die ro-te Laterne bei den G7-Nationen. Kein anderes Land in dieser Runde verzeichnet eine ähnlich schwache Wachstumsdynamik. „Das Wirt-schaftswunder und unsere Rolle als Exportweltmeister waren kein Zufall, sondern das Ergebnis von Fleiß, Disziplin und herausragen-der 
Ingenieurskunst“, sagt Peter Ro-nig, Geschäftsführer der Enverio GmbH in Mülheim-Kärlich, die Pho-tovoltaik- und Batteriespeicher-projekte für Freiflächen und ge-werbliche Dachflächen konzipiert und umsetzt. „Diese Ingeni-eurskunst wurde damals auch poli-tisch gezielt gefördert und ge-fordert. Klare gesetzliche Rah-menbedingungen und hohe techni-sche Anforderungen haben deutsche Produkte oft effizienter, langle-biger und produktiver gemacht als  die der internationalen Konkur-renz. Dieser Vorsprung war über Jahrzehnte unser entscheidender Wettbewerbsvorteil.“ Deutschlands Potenzial, mehr wirtschaftlichen Antrieb zu entfalten, zerbröselt. Nach Berechnungen von Wirt-schaftsforschern liegt der Wert, um den Deutschlands Wirtschaft ohne Inflation in den kommenden Jahren wachsen könnte, nur noch knapp über Null. Zum Vergleich: Das Jahr 2010 schloss Deutschland noch mit einem Wirtschaftswachs-tum von 4,1 Prozent ab. “Wir müs-sen dringend den Strukturwandel annehmen und ernstnehmen“, sagt Prof. Dr. Michael Grömling, Lei-ter der Forschungsgruppe Mak-roökonomie und Konjunktur des In-stituts der deutschen Wirtschaft in Köln. „Ökonomische Anpassungs-lasten gab es immer. Denken wir zurück an die Ölpreiskrise in den 1970er-Jahren, die Textilkrise oder die Stahlkrise.“ 

Auslöser waren zum Beispiel Wett-bewerbsverzerrungen durch Wech-selkurseffekte oder Arbeitskos-tennachteile bei zu geringer Pro-duktivität. „Neu ist diesmal, dass uns neben dem strukturellen Transformationsdruck die Breit-seite der geopolitischen Verwer-fungen voll trifft.“ Grömling glaubt nicht, dass Deutschland sein Geschäftsmodell komplett um-krempeln muss oder kann. Der deutsche Industrieanteil im pro-duzierenden Gewerbe liegt mit knapp 24 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt von 15,9 Pro-zent und vor großen Volkswirt-schaften wie Frankreich (10,7 Prozent) oder Italien (16,6 Pro-zent). Dazu kommen industrienahe Dienstleistungen. All das sum-miert sich in Deutschland auf gut 30 Prozent der gesamten Wert-schöpfung. 

„Wenn man durch Deutschland reist, sieht man sehr schnell, dass unsere Industrieansiedlung flächendeckend gestaltet ist. An-ders als in Ländern wie Großbri-tannien, Frankreich oder Italien, wo Industrie stärker in Zentren konzentriert ist.“ Diese gewach-senen Strukturen in Deutschland könne man nicht einfach auflösen oder ihnen ein neues Geschäftsmo-dell überstülpen, sagt Grömling. „Aber wir dürfen nicht in eine Schockstarre verfallen, sondern wir müssen uns den neuen, zum Teil unfairen Herausforderungen stellen, müssen uns gegen inter-nationale Gängelei, gegen Zölle und wettbewerbsverzerrende Sub-ventionen wehren. Leicht wird das nicht.“

„Das Wirtschaftswunder und unse-re Rolle als Exportweltmeister waren kein Zufall, sondern das Ergebnis von Fleiß, Disziplin und herausragender Ingeni-eurskuns.“ 

Über Jahrzehnte hat das Prinzip der Arbeitsteilung unter den Volkswirtschaften gut funktio-niert – zum gegenseitigen Wohl und Nutzen. Jetzt kappen Wirt-schaftsräume, die über Dekaden hinweg miteinander kooperiert ha-ben, plötzlich ihre engen Bande.  Die Globalisierung und die Inter-nationalisierung der Lieferketten hat beträchtliche Wohlstandsef-fekte mit sich gebracht. Machtpo-litik, militärisches Muskelspiel und angebliche ökonomische Be-nachteiligungsszenarien haben zu einem geopolitischen Umbruch ge-führt, der vor allem für den in-ternationalen Warenaustausch und Dienstleistungsverkehr nunmehr eine völlig neue Ära einläutet. „Dieser Wandel trifft uns als welt- und exportoffenes Land be-sonders stark. Das ist nicht Fol-ge eines ökonomischen Versagens, sondern einer drastisch veränder-ten Weltpolitik“, sagt der Wirt-schaftsforscher.

Enverio-Geschäftsführer Ronig be-kommt mit seinem PV-Unternehmen Lieferengpässe durch die geopoli-tischen Verwerfungen bereits un-mittelbar zu spüren. „Der Markt der Solarpanelherstellung ist stark asiatisch dominiert. Mehr als 70  Prozent der Module stammen aus China und auch Speicherkompo-nenten 
werden überwiegend dort produ-ziert. Von Dezember 2025 bis Ende Februar 2026 sind die Preise für PV-Module und Speicher um rund 12,5 Prozent gestiegen. Liefereng-pässe sind real, Preisdynamiken verändern sich 
derzeit spürbar.“ Auch Stefan Munsch, Inhaber der Munsch Che-mie-Pumpen GmbH in Ransbach-Baumbach und Vorsitzender des VDMA Mitte,  berichtet, dass sich die Kunststoffpreise innerhalb von drei Wochen verdoppelt hätten und er mit Zuschlägen wegen der gestiegenen Gaspreise von seinen zuliefernden Gießereien rechne. Deshalb sei es nötig, vorsichti-ger zu kalkulieren und Rücklagen zu bilden. 

Aber wer die Ursachen für die Stagnation in Deutschland allein bei den Einflüssen internationa-ler Machtpolitik sucht, der grei-fe deutlich zu kurz. Viele Prob-leme seien schlicht und einfach hausgemacht. „Unsere Gesellschaft hat ein Mindset-Problem. Es herrscht der Zeitgeist einer schleichenden Verschlechterung. Die wirtschaftlichen Erfolge der vergangenen Jahre wurden zu lange als selbstverständlich hingenom-men“, sagt Munsch, „Wir haben ig-noriert, dass sich andere Länder deutlich mehr angestrengt haben als wir. Gleichzeitig verfolgt der Staat eine Besteuerungspoli-tik, die leistungsfeindlich ist und den Willen zur Mehrarbeit er-stickt“, sagt Munsch. „Alleinver-diener erreichen mit einem Ein-kommen von 60000 Euro bereits ei-ne Steuerlast von 42 Prozent. Kein Wunder, dass dann einer Vier-Tage-Woche statt Überstun-den, die wegbesteuert werden, der Vorzug gegeben wird.“ 

Für Munsch ist außerdem das Aus-bleiben von Produktivitätssteige-rungen ein zentrales Problem. „Seit 2017 gelingt trotz Investi-tionen und Digitalisierung kein Produktivitätssprung. Aber eine höhere Produktivität ist uner-lässlich, denn nur so können wir die Folgen ständig steigender Kosten für Sozialleistungen wie Krankenkassenbeiträge, Rente oder Pflege einigermaßen abmildern.“ Zwei Hebel hat Deutschland in der Hand, um wieder Boden gutzuma-chen, so Munsch. Das sind Innova-tion und Produktivität. Voraus-setzung dafür seien Investitio-nen, eine ausreichende Zahl von Fachkräften und der erklärte Wil-le, auch tatsächlich etwas ändern zu wollen. „Wir müssen vor allem schneller auf Lücken reagieren, die sich im Markt auftun. Ideal-erweise gelingt es uns, Chinese Speed mit deutscher Ingeni-eurskunst optimal zu verbinden.“ Auch wenn es sehr wichtig sei, nah am Kunden zu bleiben und re-levante Produkte für spezifische Märkte zu entwickeln, müsse man das eigene Wissen schützen. „Kernwissen aus der Hand zu ge-ben, ist tödlich“, sagt der Un-ternehmer. 

Ronig sieht die Herausforderungen für Deutschland ähnlich. „Wir diskutieren mehr über Arbeits-zeitverkürzung, Ansprüche und Ab-sicherung als über Produktivität und Leistungsbereitschaft. Gleichzeitig steigen die Kosten kontinuierlich – bei Löhnen, Re-gulierung und Sozialleistungen.“ Teile der Industrie arbeiteten mit einer 35-Stunden-Woche. Eine Erhöhung auf 40 Stunden, so Ro-nig, würde rein rechnerisch eine Produktivitätssteigerung von rund 12,5 Prozent bedeuten – ohne zu-sätzliche Investitionen. „Während andere Volkswirtschaften genau diese Leistung bringen, versuchen wir, mit weniger Einsatz im glo-balen Wettbewerb zu bestehen. Das kann auf Dauer nicht funktionie-ren.“ Wenn Deutschland diesen Kurs nicht korrigiere, drohe es, vom Exportweltmeister zum Zu-schauer im globalen Wettbewerb zu werden und der Wohlstand, von dem wir heute noch leben, werde schneller verschwunden sein, als man erwartet habe. 

Für Wirtschaftsforscher Grömling gelingt die Wende zum Besseren nur dann, wenn die Gesellschaft, die Unternehmen und die Politik dieses Projekt als Gemeinschafts-aufgabe begreifen. „In Deutsch-land ist das Verschieben von Ver-antwortlichkeiten ein großes Problem.“ Er warnt außerdem vor einem deutschen Sonderweg und plädiert stattdessen dafür, die Stärkung des Wirtschaftsraums Eu-ropa zum obersten Ziel zu machen. „Sonst werden wir zerrieben. Es wird die geballte Macht Europas gebraucht, um gegen den stärker werdenden internationalen Gegen-wind bestehen zu können. Das er-fordert auch eine charismatische europäische Führung, die Vertrau-en schafft, Vorbild ist und die Richtung anzeigt.“ 

Ein besonderes Ärgernis ist und bleibt für die Unternehmen das Übermaß an Bürokratie und die Re-gulierungswut in Deutschland. „Die von der Bundesregierung an-gekündigte Streichung einzelner Berichtspflichten ist ein Schritt in 
die richtige Richtung, aber bei weitem nicht ausreichend“, sagt Ronig. „Bürokratie und Regulie-rungsdichte in Deutschland sind gerade in unserer PV-Branche ext-rem vielschichtig.“ Da könne man bisweilen die Freude am Unterneh-mertum verlieren. „Prozesse müs-sen effizienter, Entscheidungswe-ge kürzer und Verantwortlichkei-ten klar geregelt werden. Nur mit echten Reformen, die Bürokratie abbauen und Leistungsprinzipien stärken, kann Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit sichern. Sonst bleibt es bei kosmetischen Maßnahmen, die im Alltag der Un-ternehmen kaum jemand spürt.“

Kopfzerbrechen bereitet den Un-ternehmern auch eine Entwicklung, die vielleicht erst auf den zwei-ten Blick ihre Relevanz für eine Gesundung der deutschen Wirt-schaft offenbart. „Wir benötigen auf allen Ebenen, von der Fach-kraft bis zum Management, eine Topausbildung. Auch hier werden leider immer mehr Defizite er-kennbar“, sagt Munsch. „Rhein-land-Pfalz ist im Bildungsranking der Bundesländer inzwischen auf den 12. Platz abgerutscht. Da fragt man sich, wer denn in zehn Jahren die Innovation in unserem Bundesland steuern soll?“ Auch Ronig beklagt, dass zwar immer mehr Schulabschlüsse vergeben, aber grundlegende Fähigkeiten  vernachlässigt werden. Er habe in seinem Betrieb einen Auszubilden-den mit mittlerer Reife als ange-henden Bauzeichner eingestellt. Trotz seines Schulabschlusses sei dieser aber nicht in der Lage ge-wesen, Fläche oder Volumen zu be-rechnen. Umgekehrt habe eine Ar-chitekturpraktikantin ihm nach vier Wochen im Betrieb gesagt, dass sie in dieser kurzen Zeit mehr gelernt habe als in einem ganzen Semester ihres Studiums. „Das zeigt sehr deutlich, wie groß die Lücke zwischen Theorie 
und Praxis teilweise geworden ist“, meint Ronig.

Einig sind sich die Unternehmer und der Wirtschaftsforscher da-rin, dass die Inflation nach wie vor eine tickende Zeitbombe ist. Die Inflationsrate in Deutschland ist im März 2026 laut Statisti-schem Bundesamt auf 2,7 Prozent gestiegen, nach 1,9 Prozent im Februar. Getrieben wird dieser Zuwachs maßgeblich durch gestie-gene Ölpreise infolge des Iran-Konflikts. Man vergisst darüber schnell, dass die Inflationsrate in Deutschland 2022 im Jahres-durchschnitt bei 7,9 Prozent lag, dem höchsten Stand seit Jahrzehn-ten. Der Blick in die Zukunft ist auch für die Wirtschaftsforschung mit vielen Unwägbarkeiten behaf-tet. „Wir können derzeit noch nicht präzise vorhersagen, was da kommt. Die Weltwirtschaft wird einen Dämpfer abbekommen. Der Preisschock bei Öl und Gas mit seinen Auswirkungen auf Produkti-onskosten und Lebenshaltung sitzt tief. Alles steht und fällt mit der Geopolitik und erst dann kann man ökonomische Auswirkungen ab-leiten“, sagt Grömling. Am besten sei es, dem Aufruf von Jean-Paul Sartre zu folgen, die Gegenwart trotz aller Schwierigkeiten zu akzeptieren, Verantwortung zu übernehmen und im Hier und Jetzt zu leben. „Vielleicht gibt es schönere Zeiten, aber diese ist die unsere.“

Zu den Personen

Peter Ronig (43) ist gelernter Industriemechaniker für Maschinen- und Systemtechnik. Er  ist seit 2012 in der PV-Branche tätig. Er besitzt einen Master of Science Architektur und Umwelt (M.Sc.) und einen Master of Business Consulting (M.Bc.). Ronig führte zunächst die Geschäfte der Sybac On Power GmbH, bis er sich im Jahr 2023 selbstständig machte und mit seinem Geschäftspartner Steven Maibach die Enverio GmbH gründe-te. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, Solar- und Spei-cherprojekte zu entwickeln.

Prof. Dr. Michael Grömling ge-hört dem Institut der deutschen Wirtschaft seit 1996 an. Nach seinem Studium der  Volkswirt-schaftslehre und Promotion an der Universität Würzburg war er als Redakteur für IW-Trends tä-tig und wurde 2006 Professor für Volkswirtschaftslehre an der International University IU. Seit 2022 ist Grömling Leiter der Forschungsgruppe Makroökono-mie und Konjunktur des Instituts der deutschen Wirtschaft.

Stefan Munsch wurde 1960 in Sel-ters geboren. Nach dem Abitur studierte er Maschinenbau und Elektrotechnik an der Fachhoch-schule Koblenz und der Techni-schen Universität Darmstadt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums war Munsch von 1988 bis 1993 Projektingenieur auf dem Gebiet Großanlagenbau beim Unternehmen Lurgi in Frankfurt am Main. Seit 1993 ist er ge-schäftsführender Gesellschafter der Firmen Munsch Chemiepumpen und Munsch Kunststoffschweiß-technik.

Konjunktursorgen

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich deutlich verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im März von 88,4 auf 86,4 Punkte, vor allem aufgrund deutlich pessi-mistischerer Erwartungen. Die Unsicherheit unter den Unterneh-men nahm spürbar zu, auch beein-flusst durch den Krieg im Iran, der Hoffnungen auf einen Auf-schwung vorerst gebremst hat.
Im verarbeitenden Gewerbe fiel der Index nach vorherigen An-stiegen wieder, da sich sowohl die Erwartungen als auch die Einschätzung der aktuellen Lage verschlechterten – besonders in energieintensiven Branchen. Im Dienstleistungssektor trübte sich das Geschäftsklima stark ein: Zwar wurde die aktuelle Lage etwas besser bewertet, doch die Erwartungen brachen deutlich ein, vor allem im Tourismus und in der Logistik.
Auch im Handel sank der Index, getrieben von zunehmendem Pessi-mismus. Inflationssorgen belas-teten die Aussichten im Groß- und Einzelhandel, obwohl die Händler mit den laufenden Ge-schäften etwas zufriedener wa-ren. Im Bauhauptgewerbe ver-schlechterte sich das Geschäfts-klima ebenfalls deutlich, die Erwartungen verzeichneten den stärksten Rückgang seit März 2022.

Das Ifo Geschäftsklima basiert auf etwa 9000 monatlichen Mel-dungen von Unternehmen, die zu Geschäftslage und ihren Erwar-tungen für die nächsten sechs Monate befragt werden.
Quelle: Ifo Institut

Der Mittelstand und die USA

Die Handels-, Wirtschafts- und Außenpolitik der seit Anfang 2025 amtierenden US-Regierung trifft auch den deutschen Mit-telstand. 52 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen in die USA unterhalten, berichten über ne-gative Auswirkungen auf ihr Ge-schäft. Für 36 Prozent haben sich bisher keine Änderungen ergeben. Nur rund sieben Prozent haben vom politischen Kurswech-sel in den USA profitiert. Dies dürften insbesondere Unternehmen mit Produktionsstandorten in den USA sowie Unternehmen aus spezi-ellen Branchen wie der Sicher-heits- und Verteidigungsindust-rie sein.

Als Konsequenz auf die veränder-te Lage geben viele Mittelständ-ler ihr US-Geschäft auf. So ist der Anteil der kleinen und mitt-leren Unternehmen mit Geschäfts-beziehungen in die USA zwischen September 2019 und Januar 2026 deutlich von 18,7 Prozent auf 11,3 Prozent zurückgegangen. Vor allem aus dem direkten und indi-rekten Export haben sich viele Unternehmen zurückgezogen: Im Januar 2026 hatten nur noch 5,8 Prozent der insgesamt 3,9 Milli-onen deutschen Mittelständler Kunden in den USA, 2019 waren es noch 7,1 Prozent und 2025 sogar 8,5 Prozent. Die Zollpolitik der US-Regierung belaste den deut-schen Mittelstand und die Unter-nehmen seien verunsichert über die künftige Entwicklung der US-Politik, so die KfW. Verschärft werde die Lage durch das Urteil des US-Supreme Courts, der einen großen Teil der Zölle für un-wirksam erklärt hat.
Quelle: KfW Research


Ökologische Ökonomie

Ökologische Ökonomie

April 24, 2026 6 min lesen.

Nachhaltigkeit wird zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Unternehmen erkennen zunehmend, dass ökologische Innovationen Kosten senken und Wettbewerbsvorteile schaffen. Von Recycling über Biotechnologie bis KI entstehen neue Geschäftsmodelle – getrieben vom steigenden Druck durch Klimawandel und Ressourcenknappheit.

Vollständigen Artikel anzeigen
Reparieren statt ersetzen

Reparieren statt ersetzen

April 24, 2026 3 min lesen.

Das neue Recht auf Reparatur verändert den Umgang mit Elektrogeräten grundlegend. Hersteller müssen umdenken, während Reparatur und Service an Bedeutung gewinnen. Für Unternehmen entsteht ein wachsender Markt – und für Verbraucher echte Alternativen zum Neukauf.

Vollständigen Artikel anzeigen
Der Wettbewerb um das digitale Depot

Der Wettbewerb um das digitale Depot

April 24, 2026 5 min lesen.

Neobroker revolutionieren den Wertpapierhandel mit günstigen Apps und einfacher Nutzung. Banken geraten unter Druck, setzen aber auf Beratung, Sicherheit und langfristige Strategien. Für Anleger entsteht ein klarer Wettbewerb – zwischen Tempo und Betreuung.

Vollständigen Artikel anzeigen
Erfahrung trifft auf Tempo

Erfahrung trifft auf Tempo

April 24, 2026 6 min lesen.

Kooperationen zwischen Mittelstand und Start-ups werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Während etablierte Unternehmen Stabilität und Marktzugang bieten, liefern Start-ups Tempo und Innovation. Entscheidend ist eine klare Struktur – sonst bleibt das Potenzial ungenutzt.

Vollständigen Artikel anzeigen