Oktober 25, 2024 1 min lesen.
Das Offboarding, also die wertschätzende Verabschiedung von Mitarbeitenden, wird in vielen Unternehmen stark unterschätzt. Susanne Daun, Niederlassungsleiterin der Consult Personaldienstleistungen GmbH in Montabaur, erklärt: „Während sich das Onboarding zu einer eigenen HR-Disziplin entwickelt hat, herrscht beim Offboarding noch Nachholbedarf.“ Viele Führungskräfte empfinden den Prozess als unangenehm, obwohl ehemalige Mitarbeitende wichtige Botschafter des Unternehmens sein können.
Ein professionell gestalteter Offboardingprozess bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Neben der sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden hilft er, den Imageverlust zu minimieren und potenzielle Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. „Ehemalige Mitarbeitende können das Unternehmen auf Bewertungsportalen oder in ihrem Umfeld positiv darstellen, was langfristig die Arbeitgebermarke stärkt“, betont Daun.

Die Kündigung durch den Mitarbeitenden kann verschiedene Ursachen haben: der Wunsch nach Weiterentwicklung, ein Umzug oder Unzufriedenheit im aktuellen Job. Ein offenes Gespräch über die Gründe ist essenziell, um zukünftige Fluktuationen zu vermeiden. Bei einer Kündigung durch das Unternehmen sind Fingerspitzengefühl und klare Kommunikation besonders wichtig. Outplacement-Angebote können in solchen Fällen den Übergang erleichtern.
Auch beim Eintritt ins Rentenalter ist ein wertschätzendes Offboarding von großer Bedeutung. Hier spielt der Wissenstransfer eine zentrale Rolle, um wertvolle Erfahrung nicht zu verlieren und eine reibungslose Einarbeitung der Nachfolger zu gewährleisten.
Ein reibungsloser und wertschätzender Abschied stärkt nicht nur das Unternehmensimage, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Zusammenarbeit in der Zukunft. „Man sieht sich immer zweimal“, betont Susanne Daun. Daher lohnt es sich, auch nach der Kündigung einen respektvollen Umgang zu pflegen.
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