Oktober 28, 2024 2 min lesen.
Organspende kann lebensrettend sein – in Deutschland warten aktuell rund 8400 Menschen, davon 400 in Rheinland-Pfalz, auf ein Spenderorgan. Der ersehnte Anruf kann jederzeit kommen, und dann muss es schnell gehen: Entnommene Organe sind nur begrenzte Zeit transplantierbar. Dr. Ana Paula Barreiros, geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in der Region Mitte, betont die Bedeutung gesellschaftlicher Akzeptanz und setzt sich für mehr Verständnis ein.
„Eine Organspende ist nicht nur eine traurige Angelegenheit – Organspender sind Lebensretter,“ sagt Dr. Barreiros. Ein Spender kann mehrere Leben retten, indem er Herz, Nieren, Lungen, Leber und Bauchspeicheldrüse spendet. Dabei gelten in Deutschland strenge Richtlinien: Organe dürfen nur entnommen werden, wenn der Hirntod durch zwei unabhängige, erfahrene Ärzte eindeutig festgestellt wurde. Der Tod wird mithilfe von EEG, Szintigraphie und Reflexprüfungen geprüft und dokumentiert, um Sicherheit zu gewährleisten.
Wenn ein Spender geeignet ist, wird Eurotransplant für die Organverteilung herangezogen. Die Organisation verwaltet Organspenden in Deutschland und weiteren europäischen Ländern und achtet auf die begrenzte Ischämiezeit, die z. B. bei Herztransplantationen nur vier Stunden beträgt. Dadurch sind schnelle Transportwege, oft per Flugzeug, entscheidend.
Obwohl Organspenden zunehmend unterstützt werden, besitzen nur 15 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis. Dr. Barreiros appelliert, frühzeitig mit Angehörigen über die eigene Entscheidung zur Organspende zu sprechen, um diese in einer Krisensituation zu entlasten. Seit März 2024 können Bürger ihre Entscheidung auch im digitalen „Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende“ festhalten.
Die Annahme, dass ältere Menschen nicht spenden können, ist weit verbreitet, aber falsch. Die Eignung von Organen wird individuell geprüft, unabhängig vom Alter. Dr. Barreiros berichtet: „Die älteste Organspenderin in Deutschland war 98 Jahre alt und spendete Nieren und Leber.“ Durch gezielte medizinische Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall und Gewebeanalysen wird die Qualität der Spenderorgane garantiert.
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